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DIE GRÜNEN IM KREIS REUTLINGEN

Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/ Die Grünen

Gut besucht war die Kreismitgliederversammlung der Grünen. Das Engagement der Mitglieder wurde u.a. auch bei einem Stimmungsbild zur Kommunalwahl deutlich: Ca. 2/3 der Anwesenden kandidieren auch bei den Kommunalwahlen im Mai.

Beim Rückblick auf die Oberbürgermeisterwahl wurde bedauert, dass Cindy Holmberg nicht gewann – trotzdem zog sie und die anwesenden Mitglieder ein positives Fazit: Trotz spätem Start in den Wahlkampf und schmalem Budget ist es ihr mit vielen Helfenden gelungen wichtige grüne Themen einzubringen, wie Verkehr und Mobilität, Gewerbe und Wohnen, Kultur und Belebung der Innenstadt, Flächenverbrauch und Energiewende. Diese Themen wurden von den anderen OB-Kandidaten aufgegriffen.

Was ist, wenn auf Briefkästen steht ‚Bitte keine Werbung einwerfen‘, wurde gefragt. Manche der OB-Kandidaten warfen trotzdem Flyer ein. Susanne Häcker stellte klar: Es gibt eine bundeseinheitliche Regelung, auch Wahlwerbung ist Werbung und darf dann nicht eingeworfen werden.

Michael Hagel berichtete von seinen Erfahrungen im Bürgermeisterwahlkampf in Wannweil, den er mit einem Stimmenanteil von knapp 30 % sehr erfreulich abschloss.

Aus dem Landtag berichtete Thomas Poreski u.a. über Investitionen in Mobilität, Bildung und Migrationsmanagement.

Hans Gampe berichtete aus dem Kreisrat u.a. über die Gefahr von Teil-Privatisierungen der Krankenhausversorgung und Widerstände gegen die Ausweisung von Standorten für Windenergieanlagen: Beim Regionalverband Neckar-Alb bestand von 20 Vorranggebieten mit teilweise abwegigen Begründungen wie „Rettet den Lichtenstein!“ keines die Prüfung – „Wie schaffen wir denn so die Energiewende?“ fragte er.

In drei Workshops wurde der Kommunal-Wahlkampf vorbereitet, über Tür zu Tür Wahlkampf referiert und an Beispielen erfahrbar, wie mit „Design Thinking“innovative Ideen erarbeitet werden können.Der Zeitrahmen wurde zwar überzogen, doch leerte sich der Raum nach einer munteren, informations- und austauschreichen Veranstaltung erst allmählich.