2020-09-01 Gedenken an die Zwangsarbeiter im AdRuLa – (Emil) Adolffs Russen Lager

Die Veranstaltung am 1. September, dem Antikriegstag, zum Gedenken an die Zwangsarbeiter im AdRuLa – (Emil) Adolffs Russen Lager  – fand sehr großen Zuspruch. Unterstützt wurde das Gedenken von Kulturschock Zelle und ROSA Reutlingen.

Weitere Information findet Ihr in
– den Presseartikeln vom GEA und den Reutlinger Nachrichten vom
3. September 2020 und
– bei RTF1 https://www.rtf1.de/news.php?id=26785

Vor über 50 Anwesenden erinnerte Rainer Buck an die 1. Gedenktafel, die von den Reutlingen Grünen am 1. September 1989 aufgestellt und seitdem mehrfach zerstört wurde. Holger Lange, ein Kenner des AdRuLa, hat in einem kurzen Vortrag die historischen Hintergründe erläutern. Zum Abschluss wurde die alte Gedenktafel an Dr. Deigendesch, Leiter vom Stadtarchiv, übergeben und zwei Büsche gepflanzt. Die Teilnehmer legten noch Blumen am Gedenkstein nieder. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch Ina Z.

Im Frühjahr wurde diese Gedenktafel, die an das Leid der Menschen im ehemaligen Zwangsarbeiterlager erinnert, mutwillig zerstört. Auffallend ist, dass dies am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, geschehen ist.

Mit dem Gedenken soll ein Zeichen gegen die zunehmenden rechten Parolen gesetzt werden, denen immer öfter auch Taten folgen – wie am 8. Mai in Reutlingen.
Olga und Vladimir Dorzweiler und ihre Familie entdeckten beim Besuch der Gedenkstätte den Frevel. Im Juli brachte das Stadtarchiv umgehend eine neue Tafel an der Gedenkstätte an.

Wir werden eine Broschüre zur Geschichte vom AdRuLa erstellen. Wer dabei mitmachen möchte, sendet bitte eine kurze Mail an:
stadtverband-gruene-rt@gmx.de

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