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DIE GRÜNEN IM KREIS REUTLINGEN

Einstimmig gegen Waffenmesse in Stuttgart

Der neue Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Reutlingen Von links nach rechts: Jonathan Nörz, Rudolf Sommer, Cindy Holmberg, Sascha Lootze, Christiane Nissen, Andreas Jannek, Timo Heimberger, Susanne Häcker und David Allison Es fehlt Friedrich Buck Foto: Hanne Krönke

Die Reutlinger Kreismitgliederversammlung von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN will Frieden wieder im Mittelpunkt Grüner Politik sehen. Zwei neue Gesichter in den Vorstand des Reutlinger Kreisverbands gewählt.

Bei der sehr gut besuchten und von Timo Heimberger und Susanne Häcker lebendig geleiteten Kreismitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Reutlinger Haus der Jugend standen neben Jahresrückblick, Kassenbericht und Jahreshaushalt die Neuwahl des Kreisvorstands auf der Tagesordnung.

Mit Cindy Holmberg, Susanne Häcker, Timo Heimberger und David Allison wurde ein bereits gut eingespieltes Team als Kreisvorstand gewählt.

Andreas Jannek, Christiane Nissen und Friedrich Buck übernehmen weiterhin wichtige Rollen im erweiterten Vorstand. Die neu gewählten Jonathan Nörz und Sascha Lootze vervollständigen den erweiterten Vorstand. Rudolf Sommer wurde nach einem detaillierten Haushaltsplan, Kassen- und Rechenschaftsbericht einstimmig entlastet und kann somit seine Arbeit als Kreiskassier gestärkt fortführen. Ana Sauter und Thomas Poreski traten nicht mehr zur Wahl an. Die interessanteste Zahl des Abends war wohl der Mitgliederstand, der jetzt eine Rekordhöhe von 221 erreicht hat.

Aus dem Land

Der Landtagsabgeordnete Thomas Poreski informierte die Versammlung über das Thema Auskreisung der Stadt Reutlingen. Eine Stadtkreisgründung bringe sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Wichtige Fragen bezüglich Kinder- und Jugendhilfeleistungen, Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, zu den Berufsschulen und Kreiskliniken, auf deren Beantwortung die Bürger*innen einen Anspruch haben, müssen noch geklärt werden, bevor eine Entscheidung gefällt werden kann.

Die Reutlinger Kreismitgliederversammlung von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN will Frieden wieder im Mittelpunkt Grüner Politik sehen.

Abschließender Diskussionsgegenstand war die ITEC Militärmesse in Stuttgart. Wir leben in unruhigen Zeiten. Verträge werden zerrissen, völkerrechtliche Normen außer Kraft gesetzt, Kriegsdrohungen leichtfertig ausgesprochen. Auch in unserer unmittelbaren Nähe, nämlich auf der Messe in Stuttgart, werden die modernsten Waffen- und Simulationstechnologien selbstbewusst zur Schau gestellt. Mit kopfnickender Zustimmung der Landesregierung, die Miteigentümerin der Messe ist. Das wollte die Versammlung nicht widerspruchslos hinnehmen und stimmte dem Antrag von Stadträtin Gabriele Janz sich mit einem Brief gegen die Rüstungsmesse an die Stadt Stuttgart und die Landesregierung zu wenden zu.  Die Entscheidung des Messeaufsichtsrats widerspreche den Zielen im Koalitionsvertrag, die sich „der Sicherung von Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie und den Menschenrechten verpflichten.“ Außerdem verlangt die Versammlung eine deutliche Stellungnahme vom Landesvorstand von Bündnis90/Die Grünen, vom Ministerpräsidenten und vom Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart.