Die Klimakrise und ihre Folgen für die Länder Afrikas

Mittwoch, den 2. Oktober19:00 Uhr Dorfgemeinschaftshaus, Kohlstetten
Die NaturFreunde Baden-Württemberg – Fachbereich Nord-Süd-Kooperationen, der Kreisverband Reutlingen von Bündnis 90/ Die Grünen und die Offene Grüne Liste Engstingen laden ein.
Im Senegal zuhause, ist Mamadou Mbodji  als Vizepräsident der „NaturFreunde
Internationale“ und als Präsident des „African NatureFriends Network (RAFAN)“ Brückenbauer zwischen dem Süden und dem Norden. Unermüdlich tritt er für Klimaschutzziele und für den offenen Austausch von Ideen für eine gute Zukunft ein.
Er wird an diesem Abend über „Die Klimakrise und ihre Folgen für die Länder Afrikas“ sprechen. Der afrikanische Kontinent trage lediglich vier Prozent zum weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß bei, müsse jedoch 90 Prozent der Folgen tragen. Etwa die Hälfte der afrikanischen Einkommen stammt aus der Landwirtschaft, weitere nennenswerte Anteile stellen Fischfang und Tourismus. Alle drei Bereiche sind jedoch durch die Klimakrise bedroht.
„Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen den Folgen der Klimakrise und dem Anwachsen der großen existentiellen Probleme der afrikanischen Bevölkerung.“ Die afrikanische Bevölkerung habe den Veränderungen oftmals nichts entgegenzusetzen. „Wenn die Menschen in ihrer Existenz bedroht sind und es keine Möglichkeit der Verbesserung der Lage gibt, ist die logische Folge die Migration“, so Mbodji.
Klimaflucht wird nach wie vor rechtlich nicht als Fluchtursache anerkannt. Mbodji zeigt aber deren stetig wachsende Bedeutung auf. Nicht zuletzt betont Mamadou Mbodji aber auch die Möglichkeiten, die sich aus zivilgesellschaftlichen Bewegungen weltweit und durch verlässliche Partnerschaften entwickeln können und stellt konkrete, nachhaltige Projekte vor.