Gedenken an die Zwangsarbeiter im AdRuLa – (Emil) Adolffs Russen Lager

Dienstag, den 01. September 2020 18:00 bis 19:00 Uhr Justinus-Kerner-Straße, Reutlingen

am 1. September – dem Antikriegstag – um 18 Uhr in der Justinus-Kerner-Straße beim Zubringer zur B28

Wir rufen zum Gedenken an die Zwangsarbeiter im AdRuLa – (Emil) Adolffs Russen Lager – auf und werden dabei von Kulturschock Zelle und von ROSA Reutlingen unterstützt. Treffpunkt ist die Gedenktafel in der Justinus-Kerner-Straße beim Zubringer zur B28.

Begrüßt werden die Teilnehmer von Rainer Buck, der 1989 die erste Gedenktafel mitaufgestellt hat. Holger Lange, ein Kenner des AdRuLa, wird in einem kurzen Vortrag die historischen Hintergründe erläutern. Zum Abschluss gegen 19 Uhr können die Teilnehmer bereitgestellte Blumen am Gedenkstein niederlegen. Die Musikalische Umrahmung übernimmt Ina Z. Corona-bedingt bitte Masken mitbringen.

Im Frühjahr wurde diese Gedenktafel, die an das Leid der Menschen im ehemaligen Zwangsarbeiterlager erinnert, mutwillig zerstört. Auffallend ist, dass dies am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, geschehen ist.

Mit dem Gedenken soll ein Zeichen gegen die zunehmenden rechten Parolen gesetzt werden, denen immer öfter auch Taten folgen – wie am 8. Mai in Reutlingen.
Olga und Vladimir Dorzweiler und ihre Familie entdeckten beim Besuch der Gedenkstätte den Frevel. Im Juli brachte das Stadtarchiv umgehend eine neue Tafel an der Gedenkstätte an.

Eine Dokumentation zum AdRuLa wird von Holger Lange derzeit erstellt.